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Studentenwohnheim energetisch saniert

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Eine optimierte Lösung zwischen Energieverbrauch und Wirtschaftlichkeit

Am Beispiel des Studentenwohnheims (B7 14-15) des Studentenwerks Mannheim wird eine optimierte Lösung zwischen energetischer Machbarkeit und wirtschaftlichen Gesichtspunkten aufgezeigt. Wann wird eine energetische Modernisierung unter Berücksichtigung beider Faktoren rentabel? Welche Lösung zur energetischen Dachmodernisierung ist die ökonomisch sinnvollste?

Das Studentenwohnheim (B7 14-15) wurde 1991 errichtet und bietet auf 1.945 m² Wohnfläche Raum für 63 Wohneinheiten in zwei Bauteilen (A und B). Beide Bauteile sollten mit begrenzten Mitteln energetisch modernisiert werden und während der Renovierung bewohnbar bleiben. Dazu wurde die LUWOGE consult, ein im Bereich der energetischen Modernisierung spezialisiertes Beratungsunternehmen, beauftragt, verschiedene Modernisierungsvarianten zu entwickeln, diese quantitativ und qualitativ zu vergleichen, um die ökonomisch sinnvollste Modernisierungsalternative zu identifizieren, ein Konzept dazu zu erstellen und die Ausführung der Maßnahmen zu begleiten. Durch den Vergleich unterschiedlicher Ausführungsvarianten und den Einsatz innovativer Baustoffe konnte das Ziel einer wirtschaftlichen Modernisierung erreicht werden.

Energieeffizienz kontra Wirtschaftlichkeit

Es existiert bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudekontext ein grundsätzlicher Zusammenhang zwischen Investitionsaufwand und dem erreichbaren Grad der Energieeffizienz, wobei zur Erreichung sehr hoher Energieeffizienzstandards überproportional hohe Kosten anfallen. Zur Ermittlung der unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvollsten Modernisierungsvariante sind daher zunächst unterschiedliche Einzel- und Gesamtmaßnahmen zu untersuchen, die sich in erster Linie in Umfang und Qualität der auszuführenden Maßnahmen, wie z. B. Zwei- oder Dreifachverglasung, Stärke der Fassaden- oder Dachdämmung unterscheiden. Erst ein direkter Variantenvergleich, in dem sämtliche Energieeinsparaspekte und finanzwirtschaftliche Faktoren simultan berücksichtigt werden, erlaubt die Identifikation der wirtschaftlichen Maßnahme.

Im konkreten Modernisierungsprojekt des Mannheimer Studentenwerkes waren neben den Modernisierungsmaßnahmen in den Bereichen der Gebäudehülle und der Geschossdecken auch verschiedene Instandsetzungsarbeiten, wie z. B. Reinigungs- und Anstricharbeiten an den Fassaden oder die Instandsetzung der Fenster notwendig. Ein Austausch der Anlagentechnik war indes nicht erforderlich, da bereits Fernwärme zum Einsatz kam. Unter Beachtung aller zuvor erwähnten Kriterien und weiterer Anforderungskategorien wie z. B. Behaglichkeit und Lärmschutz, wurde eine Zielvariante ermittelt und dem Studentenwerk vorgeschlagen.

Die wirtschaftlichste Lösung

Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel war es nicht möglich, beide Gebäudeteile gleichzeitig umfassend energetisch zu modernisieren. Deshalb wurden an Bauteil B nur spezielle Maßnahmen (Dämmung des Daches) durchgeführt. Bauteil A hingegen erhielt eine umfassende Sanierung mit Wärmedämmverbundsystem und Austausch der Fenster. Die Kellerdecke wurde mit zwölf Zentimeter und die oberste Geschossdecke mit 24 Zentimeter Dämmstoff ausgestattet. Die alten Fenster wurden durch dreifach wärmeschutzverglaste Fenster (in den Schlafräumen mit erhöhter Schallschutzklasse) ersetzt. Die Geschossdecke über der Durchfahrt bekam ein PUR-Dämmsystem. Im Bauteil B wurden neben der Dachdämmung die Dachflächenfenster erneuert und eine Dämmung der Kellerdecke sowie eine Instandsetzung der Fassade mit neuem Anstrich durchgeführt. Konkret ließ sich der Energiebedarf für die Bewohner im Bauteil B beziffern. Er betrug vor der energetischen Modernisierung 163 kWh/m² im Jahr und reduziert sich nach der Maßnahme auf 85 kWh/m² im Jahr. Mit einer knappen Halbierung der CO2-Emission profitiert damit auch die Umwelt von der Investition.

Dachmodernisierung im bewohnten Zustand

Dem Bauherrn war es im Besonderen ein Anliegen, dass die innere, hochwertige Verkleidung des bewohnten Daches von Bauteil B möglichst erhalten bleiben und die Dachdeckung erneuert werden sollte. Das Gebäude sollte zudem auch während der Bauzeit bewohnbar bleiben. Im Vergleich der beiden möglichen Dämmsysteme im Dachbereich bietet die Aufsparrendämmung erhebliche Vorteile gegenüber der Zwischensparrendämmung. In der gewählten Konstruktion bleibt die alte Dämmung zwischen den Sparren erhalten und wird nur zusätzlich um ein schlankeres Polyurethan-Aufsparrendämmsystem ergänzt. Die Vorbehalte des Studentenwerkes bezüglich der Schadensanfälligkeit durch Abheben der Konstruktion und der höheren Kosten konnten durch Prüfzeugnisse des verwendeten Systems sowie einer vergleichenden Aufstellung der Kosten widerlegt werden. Der im Zuge der Dachsanierung hergestellte größere Dachüberstand ermöglichte eine spätere Dämmung der Fassade. Ein Vergleich der Mittelwerte der Angebote machte die Ersparnis der Aufsparrendämmung deutlich. Mit Gesamtkosten von 37,00 Euro/m² fielen sie eindeutig niedriger aus als die vergleichbare Zwischensparrendämmung mit 55,90 Euro/m².

Signifikanter Beitrag zur Umwelt

Durch die Kombination der genannten Maßnahmen in der wirtschaftlich optimierten Lösungsvariante konnten sowohl der Energiebedarf als auch die CO2-Emission um jeweils 48 Prozent gesenkt werden, bei gleichzeitiger Berücksichtigung des vorgegebenen Budgets. Weitere Informationen dazu findet man beim Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. www.daemmt-besser.de und unter www.luwoge-consult.de.


Über Steildachdämmung mit Polyurethan-Dämmstoffen:

Bis zu dreißig Prozent Wärme entweichen über ein schlecht gedämmtes Dach. Die extremen Temperaturunterschiede im Dachbereich zwischen innen und außen machen eine fachgerecht ausgeführte, hoch leistungsfähige Dämmung so wichtig. Hinzu kommt: Eine Dachdämmung ist eine Investition, die sich kurzfristig realisieren lässt, sich zum Teil in der kommenden Heizperiode auszahlt und über Jahrzehnte dauerhaft Heizkosten senkt.
Wird bei Altbauten die Dachdeckung erneuert, kann die vorhandene, unzureichende Zwischensparrendämmung erhalten bleiben. Die zusätzliche Polyurethan-Aufsparrendämmung erzielt eine verbesserte Dämmleistung ohne Wärmebrücken. Vorhandene Installationen bleiben unverändert. Das Hausinnere wird während der Dachsanierung durch Witterung und Schmutz kaum beeinträchtigt.

Durch die physikalischen Eigenschaften von Polyurethan-Hartschaum (λ-Werte je Typ: 0,024 W/mK, 0,026 W/mK oder 0,030 W/mK) können die Materialstärken des PUR-Dämmstoffes im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen verringert werden, um die gleiche Dämmleistung zu erhalten.


LUWOGE consult GmbH –Donnersbergweg 2 - 67059 Ludwigshafen,
Tel.: (0621) 55 90 98 9-17 - Fax: (0621) 55 90 98 9-99 - nicola.klaucke@luwoge-consult.de

 

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