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Neue Geschäftsführung bei der STRABAG

Mit Klemens Haselsteiner ist seit dem 1. Januar 2023 wieder ein Mitglied der Gründungsfamilie Geschäftsführer des Bauunternehmens STRABAG SE. Er löst Thomas Birtel ab, der altersbedingt in den Ruhestand gegangen ist. Haselsteiner leitet somit eines der größten und erfolgreichsten Unternehmen in der Baubranche. Mit mehr als 73.000 Beschäftigten ist die STRABAG weltweit vertreten, hat ihre Hauptwirkungsfelder dabei in Deutschland sowie im heimischen Österreich, in Süd- und Osteuropa.

 

Haselsteiner hat bereits seit vielen Jahren unterschiedliche Führungspositionen im Unternehmen bekleidet, wobei er zunehmend die Themen Digitalisierung und Firmenentwicklung zu seinem Schwerpunkt machte. Als Geschäftsführer sieht er sich hauptsächlich der Transformation der STRABAG hin zu einem klimaneutralen Technologiekonzern mit gesellschaftlicher Verantwortung verpflichtet. Das Ziel, 2040 sämtliche Firmenabläufe von der Verwaltung bis hin zu sämtlichen Abläufen am Bau klimaneutral gestalten zu können, sieht Haselsteiner nur als Teamleistung von Konzernführung und -mitarbeitern möglich.

 

In einem Interview mit dem "Handelsblatt" spricht Klemens Haselsteiner noch über die vielen weiteren Herausforderungen, denen sich sein Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten gegenüber sieht. Neben dem Klimawandel sind dies die hohen Preise am Bau, der Fachkräftemangel und die Digitalisierung. Doch bei allen Hindernissen ist der 41-Jährige prinzipiell optimistisch, die STRABAG in eine erfolgreiche Zukunft führen zu können. Durch strategische Zukäufe hofft er, die starke Marktstellung des Konzerns sichern zu können. Zudem fällt sein Plädoyer für eine großzügige Fehlerkultur und eine gewisse Risikobereitschaft auf. So macht er sich auch beim Thema Digitalisierung für eine agile Vorgehensweise stark, bei der nicht starr an einem fest definierten Ziel festgehalten wird.

 

"Work on progress" lautet das Motto, unter dem Haselsteiner seine Art der Geschäftsführung verstanden wissen will. Handeln auf ein Ziel hin, aber mit genug Flexibilität, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Dieser Ansatz beinhaltet auch eine Offenheit für neue Einflüsse, sei es, dass sie aus anderen Firmen oder Start-Ups, aus anderen Ländern oder technologischen Herausforderungen bestehen. Haselsteiner möchte dem weltweit agierenden Bau-Giganten regional so viel Freiheiten geben, dass vor Ort jeweils passende Lösungen gefunden werden können, dabei aber technologische Standards anbieten, die den Konzern als Ganzen zusammenhalten und lenkbar machen.

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