Baugewerbe-Online auf X Baugewerbe-Online auf Facebook
Werben auf Baugewerbe-Online
Hier werben
Login
Login
 

Anzeige
Top Themen rund ums Baugewerbe

Baugewerbe und demographische Entwicklung - Wohnen im Alter

Teil 1: Stadtplanung und Wohnungsbau in Zeiten des demographischen Wandels

 

Der Anteil älterer Menschen nimmt Jahr für Jahr zu. Laut statistischem Bundesamt werden in wenigen Jahrzehnten bereits mehr als 29 Prozent der Gesamtbevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Die anhaltend schwachen Geburtenraten einerseits sowie die gestiegene Lebenserwartung andererseits sind die Ursachen für diese Entwicklung. Dieser Gesellschaftswandel ist in vielen Ländern zu beobachten und hat Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche - nicht zuletzt auf die die Art, wie wir wohnen und auf den Ort, an dem wir wohnen.

 

Der demographische Wandel bewirkt somit auch Änderungen im Baugewerbe. Auf lange Sicht sind für die Baubranche gravierende Auswirkungen absehbar, insbesondere beim Wohnungsbau.

Denn durch immer kleiner werdende Haushalte werden Einfamilien- oder Reihenhäuser zu ungeeigneten Objekten. Vor allem die Größe und die Geschosszahl sind für ältere Menschen ungeeignet. Heutige Neubaugebiete können zukünftig außerdem schlecht mit der angemessenen Altenversorgung ausgestattet werden. Lange Wege zu Einkaufsmöglichkeiten sowie relativ schlechte Verkehrsanbindungen sind weitere Gründe, weshalb heutige Neubaugebiete für die älter werdenden Generationen nicht zweckmäßig sind.

Das typische Neubaugebiet von heute sieht etwa so aus: möglichst große und komfortable Wohneinheiten reihen sich an den Rändern der Städte aneinander. Viele öffentliche Fördergelder fließen in die Erschließung von Stadtrandgebieten,

während die Stadtzentren immer mehr der gewerblichen Nutzung überlassen werden. Doch das Baugewerbe muss dem demographischen Wandel vor allem mit Flexibilität begegnen und in eine andere Richtung denken. Vor allem derzeit geltende Standards sind entsprechend zu überdenken und auf die zukünftigen Gegebenheiten anzupassen.

 

Bestandsnutzung heißt das Zauberwort, das es auch entsprechend umzusetzen gilt. Die vorhandenen Flächen müssen mit Bedacht genutzt werden, um eine vollkommene Verknappung sowie späteres Leerstehen zu vermeiden. Dies hätte auch auf finanzieller Ebene nicht unerhebliche Auswirkungen - für die Städte, Gemeinden, aber auch für die Bewohner. Denn die nicht mehr genutzten Flächen müssen dennoch weiter instand gehalten werden. Daher heißt es hier für alle Seiten: Vorhandene Wohnbereiche geschickt nutzen, alte Substanz entsprechend erhalten und so auch zukünftigen Generationen ein praktisches und trotzdem auch schönes Wohnen garantieren.

 

Hierfür ist es auch nötig, die Ausbildung von Planern und Architekten entsprechend auszulegen, um die Grundlagen zu festigen und entsprechend auf den demographischen Wandel reagieren zu können. Besonders in Schrumpfungsräumen ist dieser Wandel in puncto Bestandsentwicklung und Umdenken von alten Steuerungs- bzw. Planungsinstrumenten von großer Bedeutung, um die bereits vorhandenen Flächen nach und nach anzupassen. Ebenso muss die Schonung noch ungenutzter Flächen mit hoher Priorität behandelt werden, um den demographischen Wandel im Baugewerbe auch gerecht zu werden.
Demnächst werden wir uns in einem weiteren Artikel zum Thema 'Baugewerbe und demographische Entwicklung' damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen der Gesellschaftswandel auf die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im Baugewerbe hat.

 

Bildquelle 'Älteres Paar': © leslie sanders - Fotolia.com

E-Mail  
facebook  
twitter  
whatsapp  




Bericht kommentieren


24.04.2013
Aktuelle Beiträge aus der Redaktion
Die Ratinger Seekuh
Eine Routinebegehung der Köster-Großbaustelle in Ratingen war die Ursache für eine archäologische Sensation. Zwei Wi...
BIM Modell Felix Platter Spital Basel
Neues am Bau: Building Information Modeling
Nicht erst seit der Weltleitmesse Bau in München Anfang dieses Jahres ist Building Informatio...
Symbolbild digitaler Bau
Digitalisierung von Baudienstleistungen wichtiger ...
Dabei lief es Anfang des Jahres doch so gut...   Die Baubranche war ausgel...
Droht in Deutschland eine Immobilienblase?
Der Wert eines Wirtschaftsgutes wird durch die Knappheit bestimmt. Diese wirtschaftstheoretische ...
News: Produkte, Maschinen u.v.m.
Sicher arbeiten in luftiger Höhe: BG BA...
Arbeiten auf Dächern, Gerüsten und erhöhten Ebenen gehören im Bauhandwerk zum Alltag – und...
Hyundai zündet 2026 die nächste Stufe ...
Hyundai Construction Equipment geht 2026 in die Offensive. Mit einer deutlich erweiterten Produk...
Elbtower: Prestige trifft Pleite
Hamburg wollte hoch hinaus. Sehr hoch. 245 Meter Selbstbewusstsein aus Glas und Beton, entworfen von David ...
Nach der Krise kommt der Kran: Bauhauptg...
Eine langsame Erholung des Bauhauptgewerbes bestätigen aktuelle Daten vom Ende des Jahres 2025 ...
Statistik
Gezählt seit: 29.09.2010

Seitenaufrufe:
94.189.776
Besucher:
14.325.661
 
Aufrufe heute:
21.876
Besucher heute:
17.449
Mitglieder:
1.759
Umfrage
Welche Maßnahme würde den Baustellenablauf aktuell am stärksten stabilisieren?
Verlässlichere Materiallieferungen und bessere Abstimmung mit Lieferanten
Frühzeitigere und eindeutigere Ausführungs- und Detailplanung
Realistischere Zeitpläne und Puffer bei der Bauablaufplanung
Bessere Koordination zwischen den einzelnen Gewerken
 

Kommentare 0 Kommentare 2 abgegebene Stimmen

Anzeige
Baugewerbe Online
Das Branchenportal für das deutsche Baugewerbe. Informativ, innovativ, zielgruppenorientiert! Bei uns werden Sie gefunden und Sie finden alles rund um den Bau! Bauherren finden kompetente Bauunternehmen, Bauhandwerker oder Architekten. Alle beteiligten der Baubranche finden günstige Zulieferer für Baumaterial, Baugeräte und Maschinen, einen großen Anzeigen- und  Jobmarkt, wichtige Termine, aktuelle News aus der Bauwirtschaft und noch vieles mehr!
Sonstiges
Werbung
Musterverträge und Vorlagen
Hilfe
Kontakt
Rechtliches
AGB
Impressum
Datenschutz

Melden sie sich zum Newsletter an...
© Schwarzmeier Mediengesellschaft