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Dritte Runde gescheitert: Bautarifverhandlungen gehen in die Schlichtung. Streik droht

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Arbeitgeber nicht bereit für verhandlungsfähiges Angebot

 

Alles wird teurer. Die Lebenshaltungskosten steigen seit Monaten massiv, doch im Bauhauptgewerbe tut sich derzeit in puncto mehr Einkommen überhaupt nichts. Bereits zum dritten Mal scheiterten die Tarifverhandlungen. Nun wird die Schlichtung ausgerufen.

 

Carsten Burckhardt, Bundesvorstandsmitglied der Industriegewerkschaft IG Bau dazu: „Zweimal etwas über drei Prozent mehr Einkommen gleichen die immens gestiegenen Lebenshaltungskosten einfach nicht aus. Da muss noch deutlich etwas draufgelegt werden.“ 500 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung pro Monat fordert die IG Bau. Die Tarifverhandlungen, die in Wiesbaden stattfanden, wurden von vielen Baubeschäftigten in ganz Deutschland verfolgt. „Wir haben uns ein kräftiges Lohnplus verdient, wenn es notwendig wird, werden wir streiken“, machten sie ihrem Unmut Luft und forderten mehr Respekt für ihre Arbeit ein. Es sei nicht richtig, so Burckhardt weiter, dass es der Bauwirtschaft durchweg schlecht gehe.

 

Der Tiefbau, der Infrastrukturbau und auch der öffentliche Bau seien im Aufwind. „Ich verstehe es einfach nicht, wie kann man in Zeiten des Fach- und Arbeitskräftemangels so hartleibig sein.“ Die Baubranche muss attraktiv bleiben. So lautet Burckhardts Fazit. Denn sonst drohe eine Abwanderung der Beschäftigten in andere Berufe. Rund 930.000 Frauen und Männer sind derzeit im Bauhauptgewerbe beschäftigt. Sollte auch die Schlichtung kein akzeptables Ergebnis bringen, droht ein Streik.

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