Anzeige

Glasfaser-Förderstopp weiterer Schock für das Baugewerbe

1

Nachdem bereits die Kfw-Förderung für klimafreundlichen Hausbau gestoppt wurde, drohen dem Baugewerbe weitere empfindliche finanzielle Einbußen. So hat der Bund aufgrund ausgeschöpfter Gelder die Gigabit-Förderung für Glasfaser-Netzausbau eingestellt. Dies wird die mittelständische Bauwirtschaft empfindlich belasten.

 

Bund zieht Handbremse an

 

Als „völlig falsches Signal“ und „fatalen Fehler“ wertete die Bundesvereinigung Mittelständischen Bauunternehmen (BVMB) das Zudrehen des Förderhahnes. So kritisierte BVMB-Geschäftsführer Michael Glika den Schritt der Bundesregierung mit den Worten: „Statt nach Kräften anzuschieben, zieht der Bund jetzt die Handbremse an“. Die sogenannte „Gigabit-Förderung“ war eingeführt worden, um den Glasfaserausbau in ländlichen Kommunen voranzutreiben, in denen sich für Telekom-Unternehmen der Netzausbau nicht rentiert. Ziel war es , ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz für alle Haushalte, Schulen und Krankenhäuser in diesen Regionen bereitzustellen.

 

Kritik aus Bayern und Hessen

 

Für diese Unternehmung waren vom Bund drei Milliarden Euro bereitgestellt worden. Dieser milliardenschwere Topf ist laut des Bundesministers für Digitales und Verkehr, Volker Wissing (FDP), aufgebraucht. Neben der Kritik aus dem Mittelstand, gab es ebenfalls Kritik aus Bayern und Hessen. So monierte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU), dass der Bund seine Versprechen nicht einhalte. CSU-Chef Markus Söder sah die Einstellung der Fördergelder als völlig falsches Signal für die Zukunftsfähigkeit des Landes.

 

Schlag ins Gesicht für Unternehmen

 

Besonders hart trifft der Förderstopp für den Netzausbau spezialisierte Bauunternehmen, die Personalkapazitäten entsprechend ausgeweitet hatten, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Für diese Unternehmen ist Wissings Entscheidung ein Schlag ins Gesicht. Doch nicht nur spezialisierte Unternehmen haben unter dieser Entscheidung zu leiden: Sämtliche Baufirmen mit digitalen Endgeräten in ländlichen Regionen kämpfen konstant mit schlechtem Internet. Deswegen appellierte Glika: „Deutschland braucht ganz dringend eine schnelle und zuverlässige Internetversorgung, um nicht im internationalen Wirtschaftsbetrieb abgehängt zu werden.“ Für 2023 hat die Bundesregierung eine Wiederauflage des Förderprogrammes angekündigt. In welcher Höhe sich die Gelder belaufen werden, ist jedoch noch offen.

E-Mail  
facebook  
twitter  
whatsapp  
Aktuelle Beiträge aus der Redaktion
Rückbau
Alles hat ein Ende – wenn dem Bau ein Rückbau folgt   Rückbau, abreißen was mal mit viel Mühe erbaut wurde, daran denkt ...
Hilti stellt BIM-fähigen Baustellenroboter vor
Schaan (FL), 28. Oktober 2020 – Hilti präsentiert heute erstmals seinen semi-autono-men, ...
Skizze zum 3D-Druck eines Hauses
Wohnen wie gedruckt - In Texas entsteht größte 3...
Die klassische Baustelle zum Errichten von Häusern zeichnet sich durch Kräne, Betonm...
Hochwasser Aufräumarbeiten
Das Baugewerbe in Zeiten des Klimawandels
Der Klimawandel tut der Baubranche gut. Um diese Feststellung zu einer erfreulichen zu machen, soll...
News: Produkte, Maschinen u.v.m.
Lehm und Kalk - das Beste aus beiden Wel...
Lehmfarbe wird als mineralischer Anstrich, der Schadstoffe bindet und die Luftfeuchtigkeit im Ra...
Unzureichende oder fehlende Beleuchtung ...
Schon im Kindesalter wurden wir von unseren Eltern dazu aufgefordert, immer nur mit ausreichend ...
So klappt das Verputzen auch bei hohen T...
Der Sommer ist da und mit ihm auch die ersten Hitzewellen. Wer jetzt Putzarbeiten im Außenberei...
Das Rundhaus als ästhetischer Blickfang...
Das typische Haus hat eine rechteckige oder viereckige Form, ein flaches oder spitzes Dach und w...
Statistik
Gezählt seit: 29.09.2010

Seitenaufrufe:
78.367.889
Besucher:
2.857.140
 
Aufrufe heute:
12.997
Besucher heute:
316
Mitglieder:
1.740
Umfrage
Fachkräftemangel - wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus?
Gut, wir machen auch viel, um die richtigen Leute zu bekommen und zu halten
Es ist zum Verzweifeln, wir finden nicht genug Leute.
Es geht, aber es ist ein ständiges Rein-und Raus.
 

Kommentare 0 Kommentare 52 abgegebene Stimmen

Anzeige
Baugewerbe Online
Das Branchenportal für das deutsche Baugewerbe. Informativ, innovativ, zielgruppenorientiert! Bei uns werden Sie gefunden und Sie finden alles rund um den Bau! Bauherren finden kompetente Bauunternehmen, Bauhandwerker oder Architekten. Alle beteiligten der Baubranche finden günstige Zulieferer für Baumaterial, Baugeräte und Maschinen, einen großen Anzeigen- und  Jobmarkt, wichtige Termine, aktuelle News aus der Bauwirtschaft und noch vieles mehr!
Sonstiges
Werbung
Musterverträge und Vorlagen
Hilfe
Kontakt
Rechtliches
AGB
Impressum
Datenschutz

Melden sie sich zum Newsletter an...
© Schwarzmeier Mediengesellschaft