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ZDB: Sofortprogramm "Gebäudesektor" zu vage formuliert

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Durch das Sofortprogramm „Gebäudesektor“ hofft die Bundesregierung, dass in Zukunft Klimaschutzziele im Bausektor eingehalten werden können. Diese konnten bisher nicht erreicht werden, da die Schadstoffemissionen der Branche zu hoch waren. Laut dem Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) ist dieses Programm jedoch zu vage formuliert.

 

Ab 2024 keine gasbetriebenen Heizungen mehr


Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, kritisierte dass die einzige konkrete Maßnahme im Programm das Einbauverbot von Gasheizungen ab 2024 in Gebäuden sei. Dass, so Pakleppa weiter, sei jedoch zu kurz gegriffen. Im Sofortprogramm müssten auch die Gebäudehüllen bedacht werden, da die Energieleistung von regenerativen Energien bei ungedämmten Gebäuden zu niedrig sei.


Fokus auf Nicht-Wohngebäude lenken


Gleichzeitig müsse auch der Fokus, laut Pakleppas Meinung, auf Nicht-Wohngebäude in der Industrie gerichtet werden. Hier gebe es ein massives Einsparpotential, da auch diese Gebäude Heizenergie verbrauchten und teilweise über erhebliche Mängel in der Wärmedämmung verfügen.

Serielle Sanierungen nicht erfolgversprechend


Wenig begeistert zeigt sich Pakleppa außerdem vom Konzept der seriellen Sanierung im Programm. Rund 16 Millionen Einfamilienhäuser in Deutschland ließen sich nicht seriell sanieren, sondern benötigten ein individuelles Konzept. Weswegen Papkleppa auch mehr Planungssicherheit und finanzielle Förderungen für Bauherren und Eigentümer fordert. Aufgrund der hohen Baukosten durch gestiegene Rohstoffpreise müssten für die Eigentümer Anreize geschaffen werden Sanierungen durchzuführen - dazu würden im Programm allerdings keine Aussagen getroffen.


Mehr Initiative von Kommunen gefordert


Gleichzeitig müsste auch mehr Initiative von Seiten der öffentlichen Hand gezeigt werden. Bei den Kommunen etwa gebe es einen massiven Sanierungsstau bei den eigenen Gebäuden. Würde dieser behoben werden und mit den geplanten energetischen Sanierungsmaßnahmen begonnen werden, könnte die Erreichung der Klimaziele in realistische Nähe rücken.

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