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Ampelchaos bremst Bauwirtschaft aus – Wer denkt hier noch an die Zukunft?

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 12.11.2024. Das Scheitern der Ampel-Koalition Anfang hat die deutsche Wirtschaft erschüttert, und die Bauwirtschaft steht dabei vor besonderen Herausforderungen. Inmitten des politischen Stillstands warnt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) eindringlich vor den potenziellen Folgen für dringend benötigte Investitionsprojekte, insbesondere in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur und Wohnungsbau. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, fordert eine rasche Stabilisierung der politischen Verhältnisse, um eine schwerwiegende Konjunkturabschwächung abzuwenden. „Das Ampel-Aus darf nicht zu Lasten der weiter notwendigen Investitionsmaßnahmen gehen“, betont Pakleppa, denn ohne klare Rahmenbedingungen droht ein Projektstau in entscheidenden Infrastrukturvorhaben.


Verkehrswege und Wohnungsbau in Gefahr


Die bevorstehende vorläufige Haushaltsführung könnte weitreichende Konsequenzen haben, besonders für den Ausbau und die Sanierung von Bahnstrecken, Straßen und Brücken. Die Planungsunsicherheit trifft nicht nur die Auftragnehmer, sondern beeinträchtigt auch die wirtschaftliche Stabilität der gesamten Branche. Projekte, die bereits in der Umsetzung sind oder dringend in Angriff genommen werden müssten, könnten ins Stocken geraten, was nicht nur dem Wirtschaftssektor, sondern auch den Nutzern der Infrastrukturen schadet. Der Wohnungsbau ist dabei ebenso betroffen: Vor allem vor dem Hintergrund der bestehenden Wohnungsnot sind Förderungen für Bauherren unerlässlich. Ein Stopp oder eine Verzögerung in diesen Bereichen könnte die Wohnraumkrise weiter verschärfen. Pakleppa verweist dabei auf das „Förderchaos“ des Jahres 2022, dessen Nachwirkungen die Branche heute noch spürt.


Die Bauwirtschaft fordert Investitionssicherheit


In einem Appell an die politischen Entscheidungsträger unterstreicht Pakleppa die Dringlichkeit klarer und verlässlicher Rahmenbedingungen. „Nichts schadet einer Investitionsbranche wie der Bauwirtschaft mehr als unklare Rahmenbedingungen“, betont er. Tatsächlich sind viele Unternehmen im Baugewerbe auf eine langfristige Planungssicherheit angewiesen, da Großprojekte wie der Autobahnausbau oder die Sanierung von Schienenwegen hohe Vorlaufzeiten und langfristige Investitionen erfordern. Jede Verzögerung in der politischen Entscheidungsfindung kann daher erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen, was sich letztlich auch negativ auf das Vertrauen von Investoren und den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland auswirkt.


Neuwahlen als mögliche Lösung für Stabilität


Angesichts der Lage wird in der Bauwirtschaft nun auch der Ruf nach schnellen Neuwahlen laut. Diese könnten Klarheit schaffen und damit eine stabile Basis für neue Investitionen und ein besseres Planungsumfeld bieten. „Je früher Klarheit herrscht, umso besser“, so Pakleppa. In diesem Sinne könnte eine rasche Neuwahl den Neustart ermöglichen, der dringend benötigt wird, um den Sektor wieder auf Kurs zu bringen. Die Bauwirtschaft stellt in diesem Kontext eine zentrale Forderung auf: Stabilität und verlässliche politische Entscheidungen müssen nun oberste Priorität haben, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu meistern und die Infrastruktur Deutschlands langfristig zu sichern.


Insgesamt steht das deutsche Bauwesen in diesen unsicheren Zeiten vor einer bedeutenden Bewährungsprobe. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein, um sicherzustellen, dass die nötigen Investitionen fließen und der Sektor seinen Beitrag zur Lösung der Infrastruktur- und Wohnraumkrise leisten kann. kw


Bild: Adobe KI

 

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