Baugewerbe-Online auf X Baugewerbe-Online auf Facebook
Werben auf Baugewerbe-Online
Hier werben
Login
Login
 

Anzeige

Erneut Rohstoffengpässe im Baugewerbe

1

Der Schock über die massiv gestiegenen Kosten für Rohstoffe, ausgelöst durch Corona und die damit verbunden Lieferengpässe, ist in der Baubranche noch nicht ganz abgeklungen, da kündigen sich bereits die nächsten Schreckensbotschaften für die gebeutelte Branche an: Aufgrund des Ukraine-Krieges drohen erneut Lieferengpässe und Preissteigerungen. Besonders betroffen davon sind Stahl- und Bitumenprodukte. Rund 30 Prozent des in Deutschland verwendeten Baueisens und sogar 40 Prozent des Roheisens stammen aus Russland, der Ukraine oder Weißrusslands. Durch den kriegsbedingten Wegfall verschiedener Raffinerien in diesen Gebieten kündigt sich zusätzlich eine Bitumenknappheit an, so der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in seiner Pressemitteilung vom 04.03.2022.


Massive Probleme für den Straßenbau
 

Laut Schätzungen des ZDB könnte sogar rund ein Drittel der deutschen Bitumenversorgung wegfallen, was zu erheblichen bis existenzbedrohenden Problemen für Unternehmen in der Straßenbaubranche führen könnte, in der das Kohlenwasserstoffgemisch hauptsächlich Anwendung findet. Um dem entgegenzuwirken forderte der Sprecher des Deutschen Asphaltverbandes, Marco Bokies, geeignete Gegenmaßnahmen zu Rettung der Unternehmen von der Bundesregierung ein.
 

Leitplankenhersteller stellen Lieferungen ein


Doch nicht nur die Straße an sich hat unter der aktuellen Situation zu leiden, sondern auch deren Umrandung. Laut Felix Pakleppa, Hauptgeschäfstführer des ZDB, haben die Hersteller von Leitplanken aufgrund der stark gestiegenen Stahlpreise ihre Lieferungen bereits eingestellt. Andere Unternehmen beklagen ebenfalls einen enormen Angebotsrückgang von Stahlmatten, Trägern, Stabstahl und Blechen. In diesem Zusammenhang forderte Pakleppa ebenfalls schnelle und unbürokratische Sofortmaßnahmen aus der Politik, aber gleichzeitig auch ein längerfristiges Umdenken in Richtung Rohstoffautomie. So könne die aktuelle Situation zwar durch die Einführung von Stoffpreisgleitklauseln abgefedert werden, längerfristig müsse man aber auch wie beim Gas darauf achten, unabhängig zu werden und eine nationale Rohstoffstrategie anzustreben und zu entwickeln.

 

Stoffpreisgleitklausel gefordert

 

Die von Pakleppa geforderten Stoffpreisgleitklauseln würden die angespannte Marktsituation dahingehenden entschärfen, dass Unternehmer ihre Materialkosten flexibel auf die aktuellen Entwicklungen anpassen können, um so die anfallenden Kosten besser kalkulieren zu können. Diese Regelung müsse selbstverständlich rückwirkend greifen, da besonders Projekte aus öffentlicher Hand unter den aktuellen Bedienungen für die Anbieter nicht rentabel umsetzbar seien. Generell trage zwar das beauftragte Unternehmen das Risiko steigender Preise jedoch war die momentane Preissteigerung nicht vorhersehbar und nimmt dadurch vielen Unternehmern dadurch ihre Geschäftsgrundlage.

E-Mail  
facebook  
twitter  
whatsapp  
Aktuelle Beiträge aus der Redaktion
Ab 1. Mai 2011 gilt für 8 EU-Länder die volle Ar...
Eine Regelung, die am 1. Mai dieses Jahres in Kraft treten wird, spaltet die Lager: di...
Einzimmer-Apartment
Das Microapartment als perfekte Lösung im Kampf g...
Die Wohnsituation in deutschen Städten ist prekär: Viele Menschen können sich keine...
Dieselfahrverbot  Pixabay
Dieselfahrverbot: Auswirkungen für das Baugewerbe
Nach den beiden Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 27.02.2018 sind Die...
BG BAU: Hautkrebs in 2020 häufigste Berufskrankhe...
Berlin, 13.04.2021 – Der durch natürliche Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) ver...
News: Produkte, Maschinen u.v.m.
13 Jahre, doppelte Kosten – und ein He...
Es gibt Bauprojekte, die sind teuer. Es gibt Bauprojekte, die dauern lange. Und dann gibt es den...
Sicher arbeiten in luftiger Höhe: BG BA...
Arbeiten auf Dächern, Gerüsten und erhöhten Ebenen gehören im Bauhandwerk zum Alltag – und...
Hyundai zündet 2026 die nächste Stufe ...
Hyundai Construction Equipment geht 2026 in die Offensive. Mit einer deutlich erweiterten Produk...
Elbtower: Prestige trifft Pleite
Hamburg wollte hoch hinaus. Sehr hoch. 245 Meter Selbstbewusstsein aus Glas und Beton, entworfen von David ...
Statistik
Gezählt seit: 29.09.2010

Seitenaufrufe:
94.355.224
Besucher:
14.458.444
 
Aufrufe heute:
3.920
Besucher heute:
3.116
Mitglieder:
1.759
Umfrage
Wie stark belasten verspätete oder ausbleibende Zahlungen aktuell Ihr Unternehmen?
Existenzbedrohend – Liquidität steht auf der Kippe
Deutlich spürbar – belastet Planung und Investitionen
Ärgerlich, aber beherrschbar
Derzeit kein relevantes Problem
 

Kommentare 0 Kommentare 1 abgegebene Stimmen

Anzeige
Baugewerbe Online
Das Branchenportal für das deutsche Baugewerbe. Informativ, innovativ, zielgruppenorientiert! Bei uns werden Sie gefunden und Sie finden alles rund um den Bau! Bauherren finden kompetente Bauunternehmen, Bauhandwerker oder Architekten. Alle beteiligten der Baubranche finden günstige Zulieferer für Baumaterial, Baugeräte und Maschinen, einen großen Anzeigen- und  Jobmarkt, wichtige Termine, aktuelle News aus der Bauwirtschaft und noch vieles mehr!
Sonstiges
Werbung
Musterverträge und Vorlagen
Hilfe
Kontakt
Rechtliches
AGB
Impressum
Datenschutz

Melden sie sich zum Newsletter an...
© Schwarzmeier Mediengesellschaft