Baugewerbe-Online auf X Baugewerbe-Online auf Facebook
Werben auf Baugewerbe-Online
Hier werben
Login
Login
 

Anzeige

Nachhaltiges Bauen mit Buchenholz?

1  

Wie in so viele Branchen zwingt der Klimawandel auch den Bausektor zum Umdenken. Auf Dauer ist der hohe CO2-Ausstoß, der insbesondere durch den Einsatz von Beton entsteht, nicht mehr tragbar. Ein Lösungsansatz ist die vermehrte Verwendung von Holz bei Bauprojekten. Hier ist momentan  Fichtenholz als Rohstoff extrem gefragt. Ironischerweise trägt der Klimawandel allerdings zur
vermehrten Dezimierungen des heimischen Fichtenbestandes bei. Forschende der Technischen Universität Kaiserlauten erarbeiten aus diesem Grund an Einsatzmöglichkeiten von Buchenholz als Ersatzrohstoff für das Fichtenholz.


Die Fichte ist nicht für hohe Temperaturen geschaffen


Durch immer heftigere und länger andauernde Hitzeperioden ist der Fichtenbestand in Deutschland über die vergangenen Jahre immer weiter geschrumpft. Das liegt daran, dass die Fichte ursprünglich in nördlicheren Gefilden angesiedelt war und auf die hohen Temperaturen, die seit einigen Sommern immer wieder vorkommen, nicht so gut eingerichtet ist wie andere Hölzer. Für den Einsatz als Träger oder Stützen bei Bauprojekten eignen sich die Nadelbäume jedoch hervorragend. Sie wachsen sehr schnell und gerade und lassen sich aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit sehr leicht zu standardisierten Trägern weiterverarbeiten. Anders als Buchen.


Aufwendige Verarbeitung


Buchen wachsen aufgrund ihrer schrägen Triebspitzen normalerweise krumm, weshalb sie sehr aufwendig verarbeitet werden müssen, so Jürgen Graf, Professor im Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern. Deswegen wird Buche in der Regel nur im Innenausbau, beispielsweise bei Möbelstücken verwendet. Dabei wird jedoch meist nur der äußere Stamm verwendet. Der Kern des Stammes landet normalerweise als Feuerholz im Kamin. Dies möchte Graf mit seinem Forscherteam nun ändern.
 

Neues Verfahren


Denn das Team um Graf hat herausgefunden, dass der Kern des Buchenstammes extrem tragfähig ist und sich hervorragend als Steg von I-profilierten Trägern eignen würde. Bisher war allerdings das Problem, dass sich das Holz nach seiner Verarbeitung weiter verformte. Hier fand das Team der TU Kaiserslautern nun Abhilfe in Form eines Klebe-Verfahrens. Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich sogenannte Brettschichtholzträger, kurz BSH-Träger, formen. Diese Träger lassen sich genauso wie Fichtenholzträger einsetzen, weisen jedoch nicht das Problem der Verformung auf. Wann das Verfahren Marktreife erlangt, ist bislang noch nicht bekannt.

E-Mail  
facebook  
twitter  
whatsapp  
Anbieter
Schwarzmeier GmbH

Tel.:089 / 71998193
Anbieter kostenlos kontaktieren
Aktuelle Beiträge aus der Redaktion
Bauingenieur mit Tablet auf Baustelle
Moderne Technik und Digitalisierung im Baugewerbe
Die Digitalisierung erreicht immer mehr Branchen. Jetzt profitieren auch Handwerker und di...
Älterer Bauarbeiter
Fachkräftemangel belastet noch immer die Bauwirts...
Wo sind nur die Fachkräfte hin? Diese Frage stellt sich die deutsche Bauwirtschaft nun...
BG BAU bietet neue Web-App für digitale Gefährdu...
BG BAU bietet neue Web-App für digitale Gefährdungsbeurteilung Berlin, 09.04.2021...
Bauarbeiter arbeitet an Holzkonstruktion
Studie zum Potential von Hybridbau mit Holz veröf...
Der Baustoff Holz ist flexibel, nachhaltig und erzeugt ein angenehmes Raumklima. Denno...
News: Produkte, Maschinen u.v.m.
Hyundai zündet 2026 die nächste Stufe ...
Hyundai Construction Equipment geht 2026 in die Offensive. Mit einer deutlich erweiterten Produk...
Elbtower: Prestige trifft Pleite
Hamburg wollte hoch hinaus. Sehr hoch. 245 Meter Selbstbewusstsein aus Glas und Beton, entworfen von David ...
Nach der Krise kommt der Kran: Bauhauptg...
Eine langsame Erholung des Bauhauptgewerbes bestätigen aktuelle Daten vom Ende des Jahres 2025 ...
Frischer Wind im Baugewerbe: Was sich 20...
Die Bauwirtschaft ist Veränderungen gewohnt. Neue Normen, neue Vorschriften, neue Formulare –...
Statistik
Gezählt seit: 29.09.2010

Seitenaufrufe:
94.020.858
Besucher:
14.186.790
 
Aufrufe heute:
21.388
Besucher heute:
17.220
Mitglieder:
1.758
Umfrage
Welche Maßnahme würde den Baustellenablauf aktuell am stärksten stabilisieren?
Verlässlichere Materiallieferungen und bessere Abstimmung mit Lieferanten
Frühzeitigere und eindeutigere Ausführungs- und Detailplanung
Realistischere Zeitpläne und Puffer bei der Bauablaufplanung
Bessere Koordination zwischen den einzelnen Gewerken
 

Kommentare 0 Kommentare 2 abgegebene Stimmen

Anzeige
Baugewerbe Online
Das Branchenportal für das deutsche Baugewerbe. Informativ, innovativ, zielgruppenorientiert! Bei uns werden Sie gefunden und Sie finden alles rund um den Bau! Bauherren finden kompetente Bauunternehmen, Bauhandwerker oder Architekten. Alle beteiligten der Baubranche finden günstige Zulieferer für Baumaterial, Baugeräte und Maschinen, einen großen Anzeigen- und  Jobmarkt, wichtige Termine, aktuelle News aus der Bauwirtschaft und noch vieles mehr!
Sonstiges
Werbung
Musterverträge und Vorlagen
Hilfe
Kontakt
Rechtliches
AGB
Impressum
Datenschutz

Melden sie sich zum Newsletter an...
© Schwarzmeier Mediengesellschaft