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Nachhaltiges Bauen mit Buchenholz?

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Wie in so viele Branchen zwingt der Klimawandel auch den Bausektor zum Umdenken. Auf Dauer ist der hohe CO2-Ausstoß, der insbesondere durch den Einsatz von Beton entsteht, nicht mehr tragbar. Ein Lösungsansatz ist die vermehrte Verwendung von Holz bei Bauprojekten. Hier ist momentan  Fichtenholz als Rohstoff extrem gefragt. Ironischerweise trägt der Klimawandel allerdings zur
vermehrten Dezimierungen des heimischen Fichtenbestandes bei. Forschende der Technischen Universität Kaiserlauten erarbeiten aus diesem Grund an Einsatzmöglichkeiten von Buchenholz als Ersatzrohstoff für das Fichtenholz.


Die Fichte ist nicht für hohe Temperaturen geschaffen


Durch immer heftigere und länger andauernde Hitzeperioden ist der Fichtenbestand in Deutschland über die vergangenen Jahre immer weiter geschrumpft. Das liegt daran, dass die Fichte ursprünglich in nördlicheren Gefilden angesiedelt war und auf die hohen Temperaturen, die seit einigen Sommern immer wieder vorkommen, nicht so gut eingerichtet ist wie andere Hölzer. Für den Einsatz als Träger oder Stützen bei Bauprojekten eignen sich die Nadelbäume jedoch hervorragend. Sie wachsen sehr schnell und gerade und lassen sich aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit sehr leicht zu standardisierten Trägern weiterverarbeiten. Anders als Buchen.


Aufwendige Verarbeitung


Buchen wachsen aufgrund ihrer schrägen Triebspitzen normalerweise krumm, weshalb sie sehr aufwendig verarbeitet werden müssen, so Jürgen Graf, Professor im Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern. Deswegen wird Buche in der Regel nur im Innenausbau, beispielsweise bei Möbelstücken verwendet. Dabei wird jedoch meist nur der äußere Stamm verwendet. Der Kern des Stammes landet normalerweise als Feuerholz im Kamin. Dies möchte Graf mit seinem Forscherteam nun ändern.
 

Neues Verfahren


Denn das Team um Graf hat herausgefunden, dass der Kern des Buchenstammes extrem tragfähig ist und sich hervorragend als Steg von I-profilierten Trägern eignen würde. Bisher war allerdings das Problem, dass sich das Holz nach seiner Verarbeitung weiter verformte. Hier fand das Team der TU Kaiserslautern nun Abhilfe in Form eines Klebe-Verfahrens. Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich sogenannte Brettschichtholzträger, kurz BSH-Träger, formen. Diese Träger lassen sich genauso wie Fichtenholzträger einsetzen, weisen jedoch nicht das Problem der Verformung auf. Wann das Verfahren Marktreife erlangt, ist bislang noch nicht bekannt.

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