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Top Themen rund um das Baugewerbe

Neue Trends im Haus- und Wohnungsbau


Wir haben uns die Trends im Haus- und Wohnungsbau angesehen und wollen wissen, wo sich der Markt hinbewegt. Dass das Thema Nachhaltigkeit dabei ganz oben steht, scheint nahezu selbstverständlich zu sein. Jede Sanierung, Renovierung oder Neubaumaßnahme muss sich heute in erster Linie an ihrer ökologischen Verträglichkeit messen lassen. Dafür sorgen nicht allein gesetzliche Auflagen oder langfristige Kostenerwägungen, es gibt auch ein zunehmendes Bewusstsein und ein Wille zum rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Welt. Das wirklich Neue in dieser Hinsicht ist somit auch nicht der Nachhaltigkeits-Gedanke an sich, sondern die Intensität, mit der er heute verfolgt wird und die verbesserten Möglichkeiten ihn umzusetzen.

Hausbau: Das Niedrigenergie-Haus war gestern!

Die Bauvorhaben der letzten zehn bis zwanzig Jahre waren nahezu alle an dem Ziel ausgerichtet, den Energieverbrauch in einem Haus zu reduzieren bzw. für eine teilweise Selbsterzeugung der benutzten Energie zu sorgen. Dazu gehören in erster Linie eine gute Wärmeisolierung, der sparsame Umgang mit (Warm-)Wasser und im besten Fall der Einsatz von Solaranlagen zur teilweisen Abkoppelung von den Netzen der Stromerzeuger. Nach dieser relativ kurzen Zeit, in der Erfahrungen mit energiesparendem Bauen und Wohnen gesammelt werden konnten, hat man heute schon sehr viel ehrgeizigere Energiesparziele, die auf vollkommene Autarkie abzielen. Nach dem Niedrigenergie-Haus strebt man heute das Nullenergie-Haus an und die Zukunft soll sogar dem Plusenergie-Haus gehören, welches mittels Photovoltaik-Anlagen oder anderen regenerierbaren Energiequellen mehr Energie erzeugen soll, als es selbst verbraucht! Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat ein solches Haus durch die Technischen Universität Darmstadt

Hausbau: Das Niedrigenergie-Haus war gestern!

Die Bauvorhaben der letzten zehn bis zwanzig Jahre waren nahezu alle an dem Ziel ausgerichtet, den Energieverbrauch in einem Haus zu reduzieren bzw. für eine teilweise Selbsterzeugung der benutzten Energie zu sorgen. Dazu gehören in erster Linie eine gute Wärmeisolierung, der sparsame Umgang mit (Warm-)Wasser und im besten Fall der Einsatz von Solaranlagen zur teilweisen Abkoppelung von den Netzen der Stromerzeuger. Nach dieser relativ kurzen Zeit, in der Erfahrungen mit energiesparendem Bauen und Wohnen gesammelt werden konnten, hat man heute schon sehr viel ehrgeizigere Energiesparziele, die auf vollkommene Autarkie abzielen. Nach dem Niedrigenergie-Haus strebt man heute das Nullenergie-Haus an und die Zukunft soll sogar dem Plusenergie-Haus gehören, welches mittels Photovoltaik-Anlagen oder anderen regenerierbaren Energiequellen mehr Energie erzeugen soll, als es selbst verbraucht! Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat ein solches Haus durch die Technischen Universität Darmstadt

konzipieren lassen. Näheres über das Plus-Energie-Haus erfahren Sie direkt beim BMVBS.

 

Wohnungsbau und -renovierung: verdichtetes Wohnen auf engen Räumen

 

Wohnungen spielen als Wohnstätten der Gegenwart und der Zukunft eine immer größere Rolle gegenüber Häusern, hält der Trend zur Verstädterung doch weiter an und wird global gesehen DIE bauliche Herausforderung schlechtweg sein. Auch wenn dieser Trend sich in Deutschland bei weitem noch nicht so dramatisch zeigt wie z.B. in Teilen Asiens, so ist er doch auch hier spürbar und spiegelt den Lebensstil der jüngeren Generationen wider. D.h. dass kleinere Wohnflächen – in der Regel spricht man beim verdichteten Wohnen von Wohnraum unter 150 m² – zukünftig aufgewertet werden, da die städtische Wohnung zunehmend nicht mehr als Übergangslösung gesehen wird, sondern als lebenslanger Mittelpunkt. Auch hier wird sich das Augenmerk stark auf ökologisches Bauen oder Renovieren richten, wenn Wohnungen immer stärker als gleichwertig mit einem Haus eingeschätzt werden. Dies gilt umso mehr, da der ökologische Umbau bestehenden, veralteten Baubestandes langfristig große Einsparpotenziale birgt.

 

Zwar bietet das verdichtete Wohnen nicht den Rahmen wie ein Haus, individuelle Gestaltungsräume zu nutzen, dafür wird hier mehr Wert auf die individuelle Gestaltung von Details gelegt werden und die qualitative Ausstattung der Wohnungen wird steigen. Zukünftig steht also zu erwarten, dass mehr als bisher in städtischen Lebensraum investiert werden wird. Dies ist ein Trend, auf den sich immer mehr Bauträger einstellen, z.B. indem sie die Grundrisse neuer Wohnungen so offen wie möglich halten, damit die Käufer sie ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen anpassen können.

 

Heute schon an morgen denken

 

Ein weiterer Trend, der auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ist, ist das vorausschauende Bauen, das eine flexible Umgestaltung des Wohnraums je nach Lebensphase und -situation erlaubt. Hier sind vor allem Architekten gefragt, die Bauherren oder Renovierer bezüglich der Größe und Nutzung von Wohnfläche beraten. Wie groß sollte z.B. eine Wohnung oder ein Haus eines noch kinderlosen Paares sein, das jedoch zukünftig eine ganze Familie beherbergen soll und nach dem Auszug der Kinder trotzdem noch für die Eltern sinnvoll genutzt werden kann? Eine solche Betrachtung hilft dem Bauherren einerseits sein Eigenheim dauerhaft attraktiv zu halten und andererseits heute schon so zu planen, dass kosten-, arbeits- und materialintensive Umbauten in der Zukunft vermieden werden können. Diese Sichtweise schont langfristig die Umwelt und den Geldbeutel des Bauherren.

 

Eine weitere zentrale Frage beim vorausschauenden Bauen ist, was heute schon berücksichtigt werden muss, damit das Haus oder die Wohnung noch bewohnt werden können, wenn körperliche Einschränkungen vorliegen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland ist diese Frage hoch aktuell und Bauträger, die Lösungen für barrierefreies Wohnen bereit halten, werden gegenwärtig und zukünftig gesucht sein. Dies ist umso mehr der Fall, weil auch zunehmend jüngere Menschen die Vorteile des barrierefreien Wohnens entdecken, da dieses nicht nur bei beeinträchtigter Bewegungsfreiheit Vorteile bietet. Barrierefreier Wohnraum ist auch leichter zu reinigen und bietet auch im Alltag weniger 'Stolperfallen' und Engstellen.

 

Neue Techniken und Materialien

 

Die Trends im Bauen und Wohnen werden immer auch durch technische Neuerungen mitbestimmt. Die Ansprüche an neue Materialien und neue Techniken sind einerseits energiesparend zu sein und andererseits das Wohnen angenehmer und bequemer zu gestalten. Hand in Hand gehen diese beiden Ansprüche zum Beispiel, wenn neue Fliesen entwickelt werden, die nicht so leicht anschmutzen und somit weniger pflegeintensiv sind und auch den Einsatz von Putzmitteln reduzieren. In diese Richtung gehen viele Erfindungen aus dem Bereich der Nanotechnologie. Besonders gefragt sind auch Neuentwicklungen, die vor dem Hintergrund des Klimawandels vor größerer Hitze im Sommer schützen, im Winter wärmeisolierend wirken. Hier kommen z.B. Verbunddämmplatten zum Einsatz, deren Kern mit einem Latentwärmespeicher bestückt ist.

 

Viele technikaffine Bauherren und Käufer wünschen sich ein 'mitdenkendes' Heim, das ihnen mittels Computersteuerung möglichst viel Arbeit im Haus abnimmt. Immer mehr Anbieter bringen Systeme zur umfassenden Steuerung der Haustechnik auf den Markt. Und der Trend dringt in immer weitere Lebensbereiche ein: So sind auch schon 'intelligente' Kühlschränke konzipiert, die ihren Inhalt überprüfen und bei Bedarf die Nachbestellung neuer Lebensmittel anstoßen. Die technische Weiterentwicklung wird hier in kurzer Zeit sehr wahrscheinlich eine Großzahl an Innovationen bringen, die Bauträger, Architekten und Ingenieure aufmerksam verfolgen sollten, um ihre Kunden diesbezüglich adäquat beraten zu können.

 

Die Trends im Wohnungs- und Hausbau weisen also zunehmend in Richtung Nachhaltigkeit, Individualität, Flexibilität und Komfort. Klima- und Demografiewandel schaffen einen faktischen Innovationsbedarf, dem die Industrie zunehmend durch technische Entwicklungen begegnet. Bauherren oder Käufer werden zukünftig verstärkt auf die Beratung durch Bauträger und Architekten angewiesen sein, um sich bei der Vielzahl an Notwendigkeiten einerseits und der Breite an Möglichkeiten andererseits 'richtig' entscheiden zu können. Für die Baubranche bedeutet dies Herausforderung und Chance zugleich!

 

Bildquelle 'Modernes Haus': www.regiohaus.de

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Nein, dazu ist Bauen viel zu individuell.
Das wird nur bei einigen genormten Gebäuden funktionieren.
 

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