Baugewerbe-Online auf X Baugewerbe-Online auf Facebook
Werben auf Baugewerbe-Online
Hier werben
Login
Login
 

Anzeige

Rohstoffknappheit: Erste Projekte in Hessen stillgelegt

1

Aufgrund des Ukrainekrieges schießen weltweit die Rohstoffpreise in die Höhe. Diese Steigerungen bekommt auch die deutsche Baubranche immer stärker zu spüren. Aufgrund von hohen Bitumen, - und Dieselpreisen sowie mangelnder Absprache bei der Übernahme von Mehrkosten ruhen nun in Hessen mehrere staatliche Bauprojekte.

 

Verdopplung der Bitumen,- und Dieselpreise

 

Der Preis für Bitumen, der gemeinsam mit Gesteinskörnung den Hauptbestandteil von Asphalt bildet, hat sich innerhalb eines Jahres auf 700 Euro pro Tonne verdoppelt. Ähnlich rasante Preissteigerungen finden aktuell auch beim Diesel statt, der beim Transport sowie der Herstellung von Baumaterialien in riesigen Mengen benötigt wird. Aufgrund des anhaltenden Krieges wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Laut Burkhardt Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bundesindustrieverbandes Hessen-Thüringen, gehe es um Mehrkosten in Millionenhöhe – deren Übernahme bisher ungeklärt ist.

 

Besonders Autobahnprojekte sind betroffen

 

Aufgrund dieser Unklarheiten und der Kostenexplosion ruhen momentan mehrere Straßenbauprojekt in Hessen. Betroffen sind etwa die Autobahnprojekte an der A4 und der A7 sowie die Ortsumfahrung Münchhausen-Wetter-Lahntal. Um die Verzögerungen so gering wie möglich zu halten, stehe man aktuell in Verhandlung mit der Autobahn GmbH des deutschen Bundes, um zu klären, wie die Mehrkosten verteilt werden können.

 

Preisgleitklauseln sind überlebenswichtig für Unternehmen

 

Anders als etwa in Rheinland-Pfalz gibt es in Hessen aktuell keine Preisgleitklauseln für Diesel. Doch diese Klauseln sind für einige Unternehmen, die teilweise mit Gewinnmargen zwischen zwei bis drei Prozent kalkulieren, überlebensnotwendig. Aus diesem Grunde, so Siebert weiter, können einige Unternehmen einfach nicht weiterarbeiten, bis geklärt ist, wer die anfallenden Mehrkosten übernimmt.

 

Der richtige Umgang mit Mehrkosten?

 

Da sich auch beim Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB) die Anfragen nach dem richtigen Umgang mit unvorhersehbaren Preissteigerungen mehren, stellt sich die Frage nach dem richtigen Umgang mit solchen Vorkommnissen. Bei manchen Projekten gebe es bereits Kompromisslösungen wie etwa eine Kostenverteilung von je fünfzig Prozent zu Lasten von Unternehmen und Bund. Angesichts der Tatsache, dass immer noch kein Ende des grausamen Russland-Ukraine Krieges in Sicht ist, ein Umstand, der die Branche sicherlich noch länger beschäftigen wird.

E-Mail  
facebook  
twitter  
whatsapp  
Aktuelle Beiträge aus der Redaktion
Sagrada Familia mit Klebstoff
Sagrada Familia: Klebstoff spart 40 Jahre Bauzeit
  Über 140 Jahre lang prägten Meißel, Mörtel und Geduld das Bild von Europas fas...
Geländer zur Absturzsicherung
Ab wann sind Absturzsicherungen notwendig?
Abstürze von Dächern oder anderen erhöhten Arbeitsplätzen sind eine der häufigsten Unfallurs...
Die Elektrifizierung der Baumaschinen
Die Elektrifizierung schreitet nicht nur im Mobilitätssektor voran. Ebenso im Baugewerbe ist sie Teil...
BG BAU: Hautkrebs in 2020 häufigste Berufskrankhe...
Berlin, 13.04.2021 – Der durch natürliche Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) ver...
News: Produkte, Maschinen u.v.m.
Innendämmung bewahrt äußere Schönhei...
Nach langem Leerstand wurde im Advokatenweg in Halle (Sachsen-Anhalt) eine repräsentative Grün...
Schnuppertest und Löschpapier: Kriechen...
Wer das Problem von aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand ignoriert oder oberflächlich kaschie...
Standölfarben sorgen für barocken Look
Um historische Gebäude im Stil ihrer Zeit zu sanieren, ist Know-how und enorm viel Handwerk gefrag...
Nordische Lichtblicke: schmale Rahmen, v...
Trotz des Wunsches nach lichtdurchfluteten Wohnräumen wurden Fensterrahmen in den letzten Jahrz...
Statistik
Gezählt seit: 29.09.2010

Seitenaufrufe:
100.911.130
Besucher:
19.800.189
 
Aufrufe heute:
23.334
Besucher heute:
16.564
Mitglieder:
1.770
Umfrage
Was belastet Bauunternehmen derzeit am stärksten?
•
Hohe Material- und Energiekosten
•
Fachkräfte- und Personalmangel
•
Bürokratie und Dokumentationspflichten
•
Unsichere Auftragslage
 

Kommentare 0 Kommentare 0 abgegebene Stimmen

Anzeige
Baugewerbe Online
Das Branchenportal für das deutsche Baugewerbe. Informativ, innovativ, zielgruppenorientiert! Bei uns werden Sie gefunden und Sie finden alles rund um den Bau! Bauherren finden kompetente Bauunternehmen, Bauhandwerker oder Architekten. Alle beteiligten der Baubranche finden günstige Zulieferer für Baumaterial, Baugeräte und Maschinen, einen großen Anzeigen- und  Jobmarkt, wichtige Termine, aktuelle News aus der Bauwirtschaft und noch vieles mehr!
Sonstiges
Werbung
Musterverträge und Vorlagen
Hilfe
Kontakt
Rechtliches
AGB
Impressum
Datenschutz

Melden sie sich zum Newsletter an...
© Schwarzmeier Mediengesellschaft