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Mehr Diebstahlschutz auf dem Bau notwendig?

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Die immer noch anhaltenden Lieferengpässe und der Krieg in der Ukraine haben die weltweiten Baustoffpreise auf ein bisher nicht gekanntes Rekordniveau getrieben. Dass eine Preisexplosion dieser Art auch Materialdiebstähle auf Baustellen in die Höhe schnellen lässt, ist dabei ein weiterer unkalkulierbarer Kostenfaktor, der für kleine und mittelständische Unternehmen schnell
existenzbedrohend werden kann. Hier stellt sich die Frage wie man seine Materialien effektiv schützt und ob eine spezielle Diebstahl-Police Sinn macht.


Besonders Kupfer- und Stahlprodukte betroffen


Neben den Preisen auf Dämmermaterial und Bitumen ist aktuell auch ein massiver Preisanstieg auf Kupfer und Stahl zu verzeichnen. Aus diesem Grund musste sogar die Londoner Metallbörse im Mai zeitweilig ihren Handel einstellen, da sich die Preise von der Realität entkoppelt hatten. Preise auf solch einem hohen Niveau führen logischerweise auch zu vermehrten Diebstählen.
So vermerken Versicherungsexperten in den letzten Wochen einen vermehrten Anstieg von Materialentwendungen bei Baustoffen und Gerätschaften aus Kupfer und Stahl.


Spezial-Policen für Kleinteile


Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, müssen sich die Bauherren natürlich fragen, wie sie ihr Habund Gut sinnvoll schützen können. Der Diebstahl von Kleinteilen ist in der Regel nicht in klassischen Bauleistungsversicherungen abgedeckt und der Abschluss einer speziellen Diebstahlspolice macht häufig wenig Sinn, da er mit hohen bürokratischen Hürden bei der Regulierung verbunden ist und in den meisten Fällen nicht rentabel ist. Da kleinteilige Gerätschaften besonders hart betroffen sind, werden allerdings Rufe nach auf die Situation abgestimmte Sonderpolicen laut.


Verstärkte Überwachungsmaßnahmen notwendig


Bei Bauvorhaben mit großen Materialvolumen führt selbstverständlich nichts an einem umfassendenVersicherungsschutz herum. Um diesen vollständig zu erhalten, muss dem Versicherungsgeber jedoch ein umfassendes Überwachungskonzept vorgelegt werden. Hier stellt sich jedoch gleichzeitig auch immer die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Faktor für die ohnehin schon angeschlagene Branche. Unter den gegebenen Umständen scheint jedoch ein weiterer Ausbau der Überwachung durch Sicherheitsfirmen und Videokameras die einzige Lösung zu sein, da aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit einem weiteren Anstieg der Diebstähle zu rechnen ist.

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