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Zwei erstklassige Typen: Kolonne im Liebherr-Tandem verladen

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Beim Verladen einer gewaltigen Kolonne im Rheinhafen Andernach traf vor kurzem ein neuer Liebherr-Mobilkran LTM 1650-8.1 auf sein Vorgängermodell: den über 600 Mal produzierten LTM 1500-8.1. Gemeinsam packten die beiden 8-Achs-Krane den 43 Meter langen Stahlzylinder auf ein Lastschiff.

 

„Alles hat bisher prima gefluppt.“ Marco Floßdorf, Prokurist der Dietmar Floßdorf GmbH & Co. KG bringt es auf den Punkt. Über drei Monate lang arbeitet das Kranunternehmen aus Bad Neuenahr nun mit seinem neuen Mobilkran vom Typ LTM 1650-8.1. „Seither haben wir unseren neuen Liebherr-Kran unter anderem erfolgreich beim Brückenbau, in Raffinerien und zum Aufstellen großer Silos eingesetzt,“ berichtet Floßdorf. Seit einigen Wochen ist der leistungsstarke Fahrzeugkran nun auf ostdeutschen Windparks mit dem Rückbau von Windenergieanlagen beschäftigt. „Der starke Kran ist wirklich vielseitig einsetzbar. Damit sind wir sehr flexibel,“ freut sich Floßdorf. Rund 20 Krane fahren im beständig wachsenden Fuhrpark des Unternehmens. Neben dem neuen Großkran wurde auch ein LTM 1110-5.1 im Liebherr-Werk Ehingen eingekauft. Marco Floßdorf: „Am Ende des Jahres kommen noch zwei Stück dazu. Natürlich von Liebherr.“

 

Ende Mai hatten die Schwerlast-Experten von Floßdorf einen riesigen CO2-Wäscher, eine über 40 Meter lange Kolonne, in Andernach am Rhein auf ein Binnenschiff zu verladen. Für den Umschlag der 140 Tonnen schweren Last war ein weiterer Kran erforderlich. Mit dem LTM 1500-8.1 der Autokrane Schares GmbH standen dann Vorgänger und Nachfolger dieser Kranklasse von Liebherr gemeinsam am Kai. Der 500-Tonnen-Kran wird seit über zwanzig Jahren gebaut. In diesen Tagen wird das letzte Exemplar dieses Typs in den Werkshallen in Ehingen fertiggestellt. Mit über 600 produzierten Geräten ist der LTM 1500-8.1 der erfolgreichste Großkran in dieser Klasse.

 

Bis zu 70 Prozent Traglaststeigerung zum Vorgänger

 

Ebenfalls erfolgreich bewältigten die beiden Krane ihren Tandem-Job am Rheinufer in Andernach. Dabei machte unter anderem die unterschiedliche Menge des eingesetzten Drehbühnen-Ballasts den technischen Fortschritt in Sachen Liebherr-Kranentwicklung offensichtlich: für den Brutto-Lastfall von rund 77 Tonnen, den jedes der Geräte bei einer Ausladung von zwanzig Metern zu stemmen hatte, waren beim LTM 1500-8.1 Ballastblöcke mit einem Gesamtgewicht von 165 Tonnen auf die Drehbühne gelegt. Thorsten Mahlberg, Kranfahrer im modernen Nachfolger, stellte den Ballastradius seines Krans über den hydraulischen Schwenkmechanismus auf maximale Distanz und kam dadurch mit 125 Tonnen Gegengewicht aus. 40 Tonnen und somit fast ein Viertel weniger an Ballast, der gar nicht erst zum Einsatzort gebracht werden musste.

 

Die imponierenden Traglastwerte des LTM 1650-8.1 katapultieren die Leistungsparameter für manche seiner Konfigurationen geradezu in die Höhe. Liefert der neue Kran im Mittel schon beeindruckende 30 Prozent mehr an Hubkraft als sein Vorgänger, zeigt er sich mit langem Ausleger ohne Abspannung in manchen Stellungen geradezu bärenstark: Die Werte steigen dort um bis zu 70 Prozent. In vielen Bereichen knackt der kraftstrotzende Neue sogar die Werte der Traglast-Tabelle des neunachsigen LTM 1750-9.1. Ein sehr großer logistischer und geldwerter Vorteil für die Kunden, bei vielen Jobs ohne den Einsatz der Teleskopabspannung auszukommen.

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